8samkeit

 In Loslassen, Ressourcen

Beautiful dandelion with water drops on blue background

Vor ein paar Monaten hat meine Tochter zu Gehen begonnen. Erst in zaghaften, wackligen Schritten. Dann immer sicherer. Und mittlerweile läuft sie nur noch im Laufschritt durch die Welt 🙂 Immer wieder muss ich tief durchatmen, wenn sie wieder knapp an einer Ecke vorbeischrammt. Muss mich selbst in die Ruhe bringen, damit ich nicht schreie: Pass auf! Stopp! Vorsicht! Gefährlich!

Denn das möchte ich nicht – dass sie ängstlich wird, übervorsichtig, die Freude am Laufen verliert und am Entdecken, an jeder Ecke eine Gefahr fürchtet.  Es ist so schön, ihr zuzusehen, diese Energie und Lebensfreude dabei zu spüren. Ich möchte ihr allerdings schon vermitteln, dass es wichtig ist, achtsam durchs Leben zu laufen. Achtsam mit sich selbst, achtsam mit ihrer Umwelt und anderen Menschen. Und dass sie sich selbst bzw. ihrer Achtsamkeit vertrauen kann.

Die Idee der Achtsamkeit stammt aus dem Buddhismus, wo es die folgenden 4 Grundlagen dazu gibt:

1. Achtsamkeit auf den ganzen Körper
2. Achtsamkeit auf Gefühle/Empfindungen
3. Achtsamkeit auf den Geist
4. Achtsamkeit auf Geistesobjekte (Objekte und Dinge, die im Moment wahrgenommen werden).

Ich verbinde mit  der Ressource Achtsamkeit gegenwärtig zu sein, ganz im Hier und Jetzt, mit allen Sinnen intensiv leben, Innehalten, frei von Bewertung, annehmen was gerade ist, vertrauen, Sein statt Tun.

Die Achtsamkeit hilft uns, uns besser zu konzentrieren, aufmerksamer wahrzunehmen, entspannter zu sein, weniger bewerten zu müssen (vor allem uns selbst), weniger Stress zu empfinden, weil wir bei einer Sache sind statt bei drei gleichzeitig, uns selbst mit unseren Bedürfnissen und Grenzen gut kennenzulernen.

Für den Alltag gibt es einige sehr einfache, aber schöne Übungen,die du ausprobieren kannst:

  • Achtsames Essen: Sei ganz bei deinem Essen. Mit allen Sinnen. Zuerst schau dir dein Essen genau an, die Farben,  die Formen, wie es angerichtet ist. Dann nimm den Duft des Essens ganz bewusst wahr. Danach erst koste davon, nimm die Konsistenz wahr, die Temperatur, den wunderbaren Geschmack…..und genieße jeden Bissen mit viel Zeit und Ruhe.
  • Handyfrei: Wenn du ein Smartphone hast und verleitet bist, den ganzen Tag ständig immer und immer wieder „einen kurzen Blick“ darauf zu werfen, dann lasse es manchmal ganz bewusst ausgeschaltet zuhause liegen. Wenn das wochentags schwierig ist, dann vielleicht einfach am Wochenende. Ein paar Stunden „handyfrei“ sind für meine Achtsamkeit immer sehr wohltuend 🙂
  • Achtsam Atmen: Versuche im Alltag einmal bewusst innezuhalten. Vielleicht gerade dann, wenn du das Gefühl hast, es ist sehr stressig. Und nimm dann drei ganz bewusste, tiefe Atemzüge. Sei mit deiner ganzen Aufmerksamkeit beim Einatmen und Ausatmen. Und spüre dann nach, wie du dich fühlst.

Auch regelmässiges Yoga ist übrigens super für die Achtsamkeits-Praxis!

Während wir Erwachsenen die Achtsamkeit oft wieder üben oder neu erlernen müssen, können Kinder das noch spielend spielerisch. Den Satz, den ich meiner Tochter trotzdem gerne mitgebe im Alltag ist: „Achte gut auf dich selbst“. Denn wenn sie gut auf sich selbst achtet, geht sie auch mit anderen liebevoll um.

In diesem Sinne: Sei achtsam mit dir ♥♥♥

 

 

 

 

 

 

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