Losgelassen

 In Loslassen

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Ich freu mich so, dass ich heute endlich wieder einmal richtig Zeit habe, um zu schreiben. Die letzten Wochen waren sehr intensiv, voller schöner Überraschungen, Ereignisse und Lernlektionen 🙂

Ich hab viel gelernt über das Loslassen. Ist mir als Wort ja durchaus ein Begriff und es gibt vieles, das ich schon losgelassen habe 🙂 Aber in den letzten Wochen habe ich oft gemerkt, wie sehr ich noch lernen und üben darf.

Meine großen Lehrmeister sind – wie schon so oft – meine beiden Kinder.

Ganz egal, ob es um konkrete Erwartungen geht, um fixe Ideen oder Vorstellungen, wie etwas sein muss, um Glaubenssätze, um Materielles….immer wieder halten sie mir den Spiegel vor die Nase (und zwar so, dass ich kaum vorbeischauen kann :-)) und rufen: Lass doch mal los, Mama! (jetzt noch im übertragenen Sinn, ich bin sicher, bald sagen sie mir das genau so 🙂

Ein Erlebnis mit meinem Sohn hat mich sehr berührt….ich habe für bedürftige Familien Kleidung zusammengesammelt und ihn dann gefragt, ob er auch etwas beisteuern möchte von seinen Büchern oder seinem Spielzeug. (Ganz bewusst habe ich es ihm freigestellt, weil ich als Kind selbst erlebt habe, dass ich geben MUSS- ganz egal ob ich gerade möchte).

Daraufhin ist er losgezogen und hat einen Berg an Büchern und Spielsachen zusammengesammelt und mir gesagt: das ist für die Kinder!

Ich hab mich sehr gefreut, hab aber bei Durchsicht der Sachen gemerkt: Das können wir nicht hergeben, da sind ja so viele Erinnerungen mit dabei: „Das Buch hast du zur Taufe bekommen!“ „Das Kuscheltuch hab ich dir zur Geburt geschenkt!“ „Das Auto hast du gerade erst von deinem Freund bekommen“  etc.

Daraufhin hat er mich angeschaut und gesagt: Ja, Mama- aber ich brauche es nicht mehr!

Mich hat das sehr zum Nachdenken gebracht. Was brauche ich in meinem Leben wirklich? Und was kann ich mit Freude loslassen, ohne das Gefühl eines Verlustes?

Welche Werte, Überzeugungen, Bilder, Ideen stimmen für mich noch? Und was kann ganz einfach und leicht gehen?

Und was, von dem, was für mich stimmt, ist auch für den anderen richtig? Wo stülpe ich vielleicht anderen meine Ideen einfach über, obwohl sie für das Gegenüber gar nicht stimmig sind?

Darüber wieder einmal gründlich nachzudenken und nachzufühlen hat mir sehr gut getan- danke, Kinder ♥

Und jetzt freue ich mich auf einen beschwingten, losgelassenen, herrlichen Oktober.

In diesem Sinne einen guten Start morgen 🙂

 

 

 

 

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